Handel, Handwerk & Gewerbeverein Kropp

HHG Stammtisch: “Wirtschaft hautnah erleben“!

Zum letzten Herbst/Winter-Stammtisch besuchten die Kropper HHG Mitglieder das HHG Mitglied „Bauzentrum Zerssen“ der Schröder Gruppe in Rendsburg. Kropper Jung und stellvertretender Vertriebsleiter Gerd Reimer begrüßte die Kropper Gäste und stellte sehr anschaulich den Zerssen Baumarkt in Rendsburg vor. Die Schröder Gruppe aus Heide beschäftigt derzeit rund 900 Mitarbeiter im nördlichen Deutschland, davon 87 Mitarbeiter im Baustoffhandel Zerssen in Rendsburg. Der Rendsburger Betrieb erzielt auf 40.000qm Betriebsfläche, davon 12.000qm unter Dach, einen Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro. Ferner werden in Rendsburg beim dazugehörigen Hagebaumarkt mit Gartencenter auf 10.000qm rund 10 Millionen Umsatz von den dort tätigen 51 Mitarbeitern getätigt.

Der informative Vortrag von Gerd Reimer endete mit einem Betriebsrundgang. Die Ausstellungsräume sowie der Ideengarten fand besonderes Interesse bei den Kropper HHG Mitgliedern. Vorsitzender Carsten Saß bedankte sich bei Gerd Reimer für die Präsentation zur Thematik „Wirtschaft hautnah erleben“ mit einem Gastgeschenk und sprach die Hoffnung aus die HHG-Stammtische im Herbst 2018 wieder mit interessanten Themen fortzusetzen. ad.

Stammtisch

HHG Stammtisch bei der Gemeinde: „Baugrund wird in Kropp knapp!“

Bürgermeister Stefan Ploog stellte beim HHG Stammtisch bei der Gemeinde Kropp, die aktuelle Entwicklung in der Gemeinde vor. Der Rathausneubau wurde witterungsbedingt verspätet gestartet, so Ploog. Mit einer Fertigstellung rechnet man in einem Jahr im Frühjahr 2019. Das Richtfest ist im Juli terminiert, so der Bürgermeister.

Das Kropper Rettungszentrum soll am 14. Mai seiner Bestimmung übergeben werden. Mit einem Tag der offenen Tür will die Feuerwehr am 8. September das moderne Rettungszentrum sowie ein neues „HLF 20 Fahrzeug“ der Öffentlichkeit vorstellen.

„Kropp ist ausverkauft“! so Bürgermeister Ploog zum Thema Baugrundstücke. Im aktuellen Wohnbeugebiet sind noch ein bis zwei Bauplätze frei. In der weiteren Planung will man seitens der Gemeinde gerne 32-35 Baugrundstücke ausweisen. Das Gewerbegebiet ist derzeit ausverkauft. Weitere Flächen zu erschließen gestaltet sich aufgrund der Gemeindelage schwierig. Die europaweit tätige Firma „Goldline“ wird mit dem Bau einer neuen Firmenzentrale noch in diesem Jahr mit über 30 Arbeitsplätzen am Standort in Kropp starten.

Auf dem ehemaligen Gelände des „Rosengartens“ soll der Bau von Wohnungen bis zum Spätsommer gestartet werden, so die Auskunft der Wohnungsbaugenossenschaft als Bauherr.

Änderungen wird es bei der Oberflächenentwässerung geben, so das Gemeindeoberhaupt. Dies ist aber ein längerer Prozess und wird die Haushaltslage über einen längeren Zeitraum belasten, so Stefan Ploog.

Der Kindergartenneubau auf der ehemaligen Festwiese wird rund 3 Millionen für fünf Gruppen mit 75 Plätzen verschlingen. Bislang sind im Gemeindehaushalt rund 1,4 Millionen Euro pro Jahr für den Unterhalt der Kindergärten eingeplant. Dieser Betrag wird sich um rund 500.000 Euro nach der Fertigstellung des neuen Kindergartens erhöhen und zeige umso mehr die familienfreundliche und junge Gemeinde Kropp.

Erfreut zeigte sich der Bürgermeister mit der Aussage, dass die Betreiberfirma TNG aus Kiel in den Startlöchern mit dem Ausbau des Glasfasernetzes steht. Wir sind auf dem Weg in eine zukunftsgerechte Entwicklung, so der Bürgermeister

Unternehmensnachfolge rechtzeitig planen!

Zwei Jahre gehen mindestens ins Land um eine geordnete Unternehmensübergabe zu planen, so Senior Berater Oliver Wilhelm von der Flensburger WiReg bei einem Gedankenaustausch zu diesem Thema mit Mitgliedern des HHG Kropp im Rahmen eines Stammtischabends. In den nächsten vier Jahren stehen bundesweit rund 150.000 Unternehmen in Deutschland vor einer Unternehmens- nachfolgeregelung. Allein in Schleswig-Holstein sind dies 5.400 Betriebe mit 83.000 Mitarbeitern. Zwar werde die Hälfte der Unternehmensnachfolge in der Familie geregelt, somit sind jedoch aber noch mindestens 50 Prozent der Unternehmen gefordert eine externe Lösung herbeizuführen. Hier ist insbesondere eine zukunftsattraktive Gestaltung des Unternehmens maßgeblicher Inhalt eines Nachfolgeprozesses, so Berater Oliver Wilhelm.

Bei einer rund zwei Jahre dauernden Nachfolgeprozessregelung müssen externe Berater, Steuerberater und Notare bzw. Rechtsanwälte bedarfs- und zeitgerecht mit eingebunden werden. Oftmals helfen auch hier externe Mentoren bei der Umsetzung der Nachfolgeregelung. Insbesondere eine abgestimmte und zielorientierte Kommunikationsregelung für die internen wie externen Mitteilungen nach außen ist von Nöten. Hier steht die WiReg neben den Innungen und Kammern mit geschulten Beratern der hiesigen Wirtschaft stets kostenlos zur Verfügung.

Im weiteren Verlauf der Diskussion mit den Kropper HHG Mitgliedern regte Oliver Wilhelm an, dass jedes Unternehmen einen sogenannten „Notfallkoffer“ erstellen sollte. Insbesondere längere Krankheitsfälle oder auch im schlimmsten Fall der Tod eines Unternehmers erfordern Maßnahmen zur Absicherung des Unternehmens und deren Mitarbeiter. Hier kann man im Internet zu diesem Thema weitere ausführliche Informationen erhalten.

Bei der WiReg ist Berater Oliver Wilhelm unter der Rufnummer 0461 9992210 bzw. per e-mail: wilhelm@spamProtectwireg.de zu erreichen

BÄKO Schleswig-Holstein eG „10 Jahre Standort Kropp!“

9,5 Millionen Euro, so Geschäftsführer Matthias Retzlaff beim kürzlich  durchgeführten HHG-Stammtisch in der BÄKO Zentrale in Kropp, habe man seit dem Baubeginn im Jahre 2008 in Kropp investiert. Die letzte große Investition von rund 3 Millionen Euro wurde mit der Inbetriebnahme der Halle 4 kürzlich beendet.

Man sehe sich als Einkaufsabteilung für die 248 BÄKO Genossenschaftsmitglieder aus dem Bäcker- und Konditorenhandwerk, so Matthias Retzlaff bei der Betriebsvorstellung. Zuvor präsentierte er den begeisterten HHG Mitgliedern den neuen Imagefilm „Undercover bi BÄKO“ bei leckeren Schnittchen.

112 Mitarbeiter und sechs Auszubildende werden in der Kropper BÄKO Zentrale beschäftigt. Auf dem 37.000 Quadratmeter großen Firmenareal werden rund 8.500 Artikel gelagert und 22 LKW´s sorgen bei einer jährlichen Fahrleistung von 1,2 Millionen Kilometern für die termingerechte Belieferung der Bäckereibetriebe im hohen Norden inclusive Dänemark. Dabei wird ein Umsatz von rund 62,6 Millionen Euro, davon 19,8 Millionen in Dänemark, erzielt, so der engagierte Geschäftsführer Retzlaff bei der Firmenpräsentation.

Bei der anschließenden Führung durch die großen Hallen mit den hohen Lagerregalen gewannen die HHG-Mitglieder einen Eindruck von der riesigen Produktpalette der BÄKO Zentrale. Die Orderaufträge der Mitgliedsbetriebe bearbeitet man nach dem sogenannten „Pick-by-Voice Verfahren“, so der Geschäftsführer. Mit dem computergesteuerten Verfahren passieren keine Packfehler mehr. Die Bestellungen laufen direkt auf die Headsets der Kommissionierer und bekommen somit die Auslastung der Palette und den Standort direkt „aufs Ohr“. Der Computer regelt die Reihenfolge der Palettenbestückung.

HHG Vorsitzender Carsten Saß bedankte sich abschließend beim Geschäftsführer Retzlaff mit einem Präsent für die informative und lebhafte Firmenpräsentation und wünschte der BÄKO weiterhin erfolgreiche Jahre am Kropper Standort. ad.

Stammtisch HHG Kropp: „Sparst Du noch oder dokumentierst Du schon?“

Seit nunmehr 40 Jahre gibt es rund 200 Gesetze zum „Umgang mit personenbezogenen Daten“ in Deutschland. Aber die „EU DSGVO“ (EU Datenschutzgrundverordnung) verlangt zukünftig bei der Auftragsdatenverarbeitung neue Dokumentationspflichten, so Frank Berns als Inhaber und Datenschutzbeauftragter der Firma „Konzept 17“ in Schuby im Rahmen des ersten Stammtisch- abends 2018 des HHG Kropp im Sitzungsraum der NOSPA Filiale in Kropp.

NOSPA Regionaldirektor Wener Seeling begrüßte als Hausherr und stellvertretender HHG Vorsitzender die interessierten HHG Mitglieder zu dem zweistündigen Vortrag von Frank Berns als Mitglied im Kropper HHG Verein. Insbesondere die Veränderungen nach dem 25.5.2018, dem Ablauftermin der Übergangsphase zur Beachtung des EU- Datenschutzrechts, bringt viele neue und bislang von vielen Betrieben vernachlässigte Dokumentationspflichten im Bereich Verarbeitung personenbezogener Daten, so der Schubyer Datenschutzexperte. Bei Verstößen können Bußgelder von 2 bis zu 4 Prozent des weltweiten Vorjahresumsatzes erhoben werden. Das ULD Kiel (Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein) übernimmt gemäß Landesdatenschutzgesetz (LDSG) die Datenschutzrechtliche Prüfungen in Schleswig-Holstein. Auch, so Frank Berns, werden sich Abmahnvereine und Anwälte in naher Zukunft um die Einhaltung der EU Datenschutzgrundverordnung kümmern. Mit Abmahnungen und Strafgeldandrohungen wird künftig zu rechnen sein, so die Aussage in der HHG Zusammenkunft. Die anschließende Diskussion zeigte die bestehenden unzureichenden Kenntnisse bei den anwesenden HHG Mitgliedern im Bereich „Datenschutz“. Hier besteht zukünftiger Handlungsbedarf, so HHG Gastgeber Werner Seeling in seinem Fazit zum ersten informativen HHG- Stammtischabend in diesem Jahr. ad.