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                                                   (Nües ut Kroppelholm seit MMVIII) frei übersetzt
 
 


   

Nües ut Kroppelholm (4)

In Dörpstedt wurde (wird) „scharf geschossen“ ! ?
Sensationeller Fund bei einer Wohnungs-Renovierung

Beim Ausbau einer Wohnung in der im „Freistaat Kroppelholm“ gelegenen Gemeinde Dörpstedt stieß man kürzlich auf einen „sensationellen Fund“ mit einer bislang unbekannten geschichtlichen Neuigkeit: Dörpstedt war im 18ten Jahrhundert ein „heißes  Pflaster“ -  dort ging es nach Wildwest-Manier in einem Saloon hoch her!

Neben einem alten Klavier mit Einschusslöchern wurden Dokumente und Musiknoten entdeckt, die darauf schließen lassen das es bereits im Jahre 1725 nicht in einem Dorfkrug sondern in einem Saloon  hieß: „Hoch die Tassen (Gläser) !“

Nach persönlicher Überprüfung der gefundenen Dokumente und Aktenkunde im Archiv des Schleswiger Katasteramtes sowie auf Schloß Gottorf durch Bürgermeister Klaus-Peter Neumann, wurde die Angelegenheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Gemeinderat beraten. Insbesondere die Geschehnisse in der damaligen Zeit waren, so die Aufzeichnungen, nicht stets „jugendfrei“. Das alte Sprichwort „Wein, Weib und Gesang“ traf im wahrsten Sinn des Wortes zu. Und auch von der Schusswaffe wurde Gebrauch gemacht: Davon zeugen Einschusslöcher an bzw. in dem alten und verstimmten Klavier.

Dies ist eine Touristenattraktion und muss wieder zum „Leben erweckt werden“, so der getroffene Gemeinderatsbeschluss. Nach der Kommunalwahl hat der neue Gemeinrat eine große Aufgabe vor sich: Das Gebäude der „Schlagbohm“ an der neu eingerichteten Mautstelle soll von der Gemeinde erworben und zu einem Saloon umgebaut werden. Zusätzlich überlegt man die kürzlich geschlossene Polizeistation wieder zum Leben zu erwecken und einen „Dorf-Sheriff“ zur Einhaltung von Sitte und Moral einzustellen. Mit den „Mauteinnahmen“, so das Dörpstedter Gemeindeoberhaupt, habe man genügend „Zaster“ um  vergangene „Laster“ wieder einzuführen.

Aber was ist ein Saloon ohne Musik? Die alte „Drahtkommode“ wird derzeit vom Pianist  Jens Petersen aus Dörpstedt restauriert und soll zur Eröffnung des Saloons, diese ist am 1. April 2009 geplant,  den „Dörpstedt Boogie-Woogie“  wieder erklingen lassen. Als Tanzgirls wurde eine bekannte Tanzgruppe aus Kropp verpflichtet und so wird es ab Frühjahr 2009 in Dörpstedt  unter Zuhilfenahme des „Kroppelholmer Ämtertropfen´s“  wieder heißen:

„Hoch die Gläser, hoch die Röcke!“

Über die weitere Entwicklung werden wir zu gegebener Zeit zeitnah berichten! (DA)

 
   
 
 
 
 
 
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28.10.2009